F. Nachlässe und Sammlungen zu Personen/Familien

Renkewitz, Heinz (1902-1974)

Laufzeit 1823 - 1974

Geschichte Heinrich Gottfried (Heinz) Renkewitz (1902-1974) wurde in Strassburg als Sohn des Brüdergemein-Predigers Alfred und seiner Frau Pauline Renkewitz, geb. Binder geboren. Er studierte Theologie am Theologischen Seminar in Herrnhut, in Göttingen und Leipzig (1921-1927). An das Theologischen Seminar wurde er 1928 als Dozent für Kirchen- und Brüdergeschichte berufen. Am 26.03.1933 heiratete er Erika Nonnig. 1937 wurde er in die Deutsche Unitätsdirektion gewählt; mit zwei Unterbrechungen (1940-42, 1943-45) war er bis 1954 in der Kirchenleitung (seit 1945 im Distrikt Bad Boll). In dieser Zeit wirkte er als Vertreter der Brüder-Unität massgeblich in der ökumenischen Bewegung mit; 1948 wurde er in den Zentralausschuss des Weltkirchenrates (ÖKR) gewählt. Von 1954 bis zu seinem Ruhestand 1967 war er Studienleiter an der Ev. Akademie der Hessischen Landeskirche in Arnoldshain. Sein wissenschaftliches Interesse betraf kirchenhistorische Themen wie Hochmann von Hochenau (Diss. Leipzig 1935), Zinzendorf und die Ökumene.

Bestandsgeschichte Der Nachlass wurde von Renkewitz' Witwe 1975 an die Bibliothek im Unitätshaus in Bad Boll übergeben, wo er von Werner Keßler, geordnet wurde. Im Jahre 2000 kam der Nachlass ins Unitätsarchiv; hier wurde er von Paul Peucker katalogisiert.

Verwandte VE Die Bestände des Theologischen Seminars und der Deutschen Unitätsdirektion enthalten Material zu Heinz Renkewitz.

Inhalt Der Nachlass enthält hauptsächlich Tagebücher (Kriegsdienst, Reisen, wichtige Besprechungen), Vorträge, Vorlesungen und Predigten. Auch enthält der Nachlass Schriftstücke aus Nachlässen von anderen Mitgliedern der Familie Renkewitz: von seiner Grossmutter Elisabeth Renkewitz, geb. Kleinschmidt (1818-1897), von seinen Eltern Alfred (1860-1923) und Pauline Renkewitz, geb. Binder (1865-1942) und von seinem Bruder Alfred (1897-1962). Akten aus der Schulzeit, Studienzeit, als Kriegsseelsorger, Tagebücher und Reiseberichte, Theologische Arbeit, Wissenschaftliche Arbeit, Mitarbeit in der Ökumene

Zugangsbestimmungen Der Bestand ist öffentlich zugänglich. Edition der im Bestand enthaltenen Akten ist nur mit schriftlicher Genehmigung der Direktion der Evangelischen Brüder-Unität möglich.

Sprache/Schrift Deutsch, Englisch

Literaturhinweis Martin Schmidt, »Heinrich Gottfried Renkewitz zum Gedenken« in: Pietismus und Neuzeit. Jahrbuch 1975 zur Geschichte des neueren Pietismus (Bielefeld 1975) S. 140 144.